Großübung “Herbststurm” im Landkreis Neunkirchen

Das Technische Hilfswerk probte den Ernstfall: Im Rahmen einer unangekündigten Großübung wurden unter Beteiligung aller Ortsverbände aus dem Regionalbereich Saarbrücken die Folgen eines Flugzeugabsturzes simuliert.

Am vergangenen Samstag führte das Technische Hilfswerk eine groß angelegte Übung im Landkreis Neunkirchen, primär im Bereich Spiesen-Elversberg, Heinitz und Landsweiler-Reden, durch. Dabei wurde ein Flugzeugabsturz angenommen, als dessen Folge Teile der Infrastruktur der Region beeinträchtigt oder zerstört worden sind.

Neben Gebäudesicherungsmaßnahmen, Personenrettungsmaßnahmen aus beschädigten Gebäuden unter schwierigen Bedingungen, Personensuche und Rettung aus unwegsamen Gelände, sind Bergungsarbeiten als technischer Support für andere Bedarfsträger der örtlichen Gefahrenabwehr zu leisten.

Aus dem Ortsverband St. Ingbert nahmen 20 Helfer an der Übung teil. Sie unterstützten zum einen bei der Personenrettung aus einem beschädigten Gebäude. Außerdem übernahmen Helfer aus der Fachgruppe Führung und Kommunikation die Einsatzabschnittsleitung THW.

Einen gemeinsamen Abschluss fand die Großübung in der Bohrhalle in Landsweiler-Reden. Dort verpflegte die Fachgruppe Logistik die insgesamt rund 250 eingesetzten Helfer mit einem deftigen Essen aus der Feldküche.

THW St. Ingbert demontiert baufällige Fußgängerbrücke am Glashütter Weiher

Seit einiger Zeit war die Fußgängerbrücke am Glashütter Weiher für Spaziergänger gesperrt – die Holzbrücke war morsch und nicht mehr stabil. Das Technische Hilfswerk Ortsverband St. Ingbert (THW OV IGB) hat die Brücke nun demontiert.

Insgesamt acht Helfer des THW OV IGB, darunter der Baufachberater, trafen sich vergangenen Samstag (31.08.), um die baufällige Fußgängerbrücke am Glashütter Weiher zu demontieren.
Zunächst wurden Geländer und Belag der Holzbrücke demontiert und zerkleinert. Dann wurde die Tragkonsruktion abgetragen. Hierbei kam ein Autokran zu Hilfe, der die 5,8 Tonnen schwere Tragkonstruktion anheben konnte.
Beauftragt wurde das THW OV IGB von der Stadtverwaltung. Die Container zur Entsorgung der morschen Holzreste wurden ebenfalls von der Stadtverwaltung zur Verfügung gestellt.
Nach acht Stunden war die Fußgängerbrücke schließlich zurückgebaut.

Nach Tornado: Spezialisten aus St.Ingbert zusammen mit über 40 weiteren THW- Helfern aus dem Saarland auf dem Weg nach Luxemburg

Das THW Saarland entsendet an diesem Montagmorgen (12.08.2019) 45 Helfer aus sechs THW-Ortsverbänden nach Luxemburg. Dort hatte am Wochenende ein verheerender Tornado gewütet. Die Helfer aus dem Saarland werden die Helfer in Luxemburg unter anderem beim Sichern und Reparieren von Gebäuden unterstützen.

Aus dem THW Ortsverband St.Ingbert ist der Baufachberater und ein Trupp aus Spezialisten mit einem Einsatzstellen-Sicherungssystem (ESS) nach Luxemburg unterwegs. Mit dem ESS werden unter anderem einsturzgefährdete Gebäude überwacht und die Rettungskräfte frühzeitig vor Gefahren gewarnt. Der THW OV IGB verfügt als einziger Ortsverband im Saarland über ein ESS. Damit werden Einsatzstellen überwacht und die Rettungskräfte frühzeitig vor weiteren Gefahren gewarnt. Das ESS erkennt frühzeitig kleinste Veränderungen von Gebäuden durch Messung der Bewegungen. Diese sind häufig so minimal, dass das bloße Auge sie gar nicht wahrnehmen kann.

Insgesamt drei Baufachberater aus dem Saarland sind unterwegs nach Luxemburg. Außerdem Spezialisten und Bergungsgruppen aus folgenden Ortsverbänden: Perl/ Obermosel, Mettlach, St.Wendel, Nohfelden, Saarwellingen, St. Ingbert.

Das Technische Hilfswerk (THW) ist die Katastrophenschutzorganisation des Bundes. Seine Aufgabe ist der Bevölkerungs- und Katastrophenschutz. Jeder THW-Ortsverband steht nicht nur der Stadt/Gemeinde zur Verfügung, in der sich der OV befindet, sondern das THW steht der Bevölkerung in ganz Deutschland und weltweit zur Verfügung. Unter anderem das unterscheidet das THW von der Feuerwehr. Zurzeit verfügt der THW OV IGB über mehr als 100 Mitglieder, 10 Einsatzfahrzeuge, 1 Anhänger für Abstützmaterial / Gerüstbausatz, 1 Notstromaggregat, sowie umfangreiche Zelt-, Beleuchtungs- und Pumpenausstattung. In ganz Deutschland engagieren sich rund 80.000 ehrenamtliche THW-Helferinnen und THW-Helfer in ihrer Freizeit zum Schutz ihrer Mitbürgerinnen und Mitbürger in 668 THW-Ortsverbänden. Diese zu 99 Prozent ehrenamtlich getragene Struktur macht das THW weltweit einzigartig.

Feuerwehr und Technisches Hilfswerk St. Ingbert üben gemeinsam am alten Hallenbad

St. Ingbert. Die Freiwillige Feuerwehr St. Ingbert Löschbezirk St. Ingbert Mitte und das Technische Hilfswerk Ortsverband St. Ingbert übten gemeinsam am alten Hallenbad in St. Ingbert. Schwerpunkt der gemeinsamen Ausbildung war das Kennenlernen der Arbeitsweisen, Methoden und Geräte der jeweils anderen Hilfsorganisation.

Die Gäste der Gustav-Clauss-Anlage staunten nicht schlecht, als am Dienstagabend um 18.15 Uhr 10 Fahrzeuge von Feuerwehr und THW anrückten und sich rund um das alte Hallenbad positionierten. Grund war kein Notfall, sondern eine gemeinsame Ausbildung von THW und Feuerwehr.

Die Übungsleiter von Feuerwehr und THW hatten 13 Stationen rund um das alte Hallenbad vorbereitet, an denen Aufgaben zu absolvieren waren. Schwerpunkt war, dass Feuerwehrleute und THW-Helfer die Geräte, die Methoden und Arbeitsweisen und die typischen Einsatzabläufe der jeweils anderen Organisation kennenlernen. Für jede Station wurden gemischte Trupps aus Feuerwehrleuten und THW-Helfern gebildet.

Aufgaben waren unter anderem das Aufstauen des Großbachs um die Löschwasserversorgung sicherzustellen, verschiedene Löschangriffe, das Aufstellen eines Gerüstturms um in das Gebäudeinnere zu gelangen, Verletztenrettung unter Atemschutz oder das Freiräumen von Gebäudezugängen mithilfe der Drehleiter.

Die Übungsleiter zeigten sich am Ende der Ausbildung zufrieden. Die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und THW in St. Ingbert funktioniert hervorragend.